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Dienstag, 20. September 2011
Rumble in the Jungle
weezy, 17:06h
Von einem Deutschen aus unserem Zimmer hatten wir erfahren, dass es möglich ist auch als unter 21 jähriger einen Campervan auszuleihen. Manuel, aus Bayern, hatte mit einem Freund einen Campervan für eine Woche ausgeliehen und eine Tour durch den Regenwald zur Stadt im Regenwald Cape Tribulation gemacht für einen angemessenen Preis. Da wir sowieso vorhatten den Regenwald zu sehen und eine Tour nach Cape Tribulation zu machen, beschlossen wir uns einen Campervan zu mieten, indem man auch gleichzeitig schlafen kann, was uns die Hostelkosten ersparen würde.
Day 1 Um unseren Wagen abzuholen mussten wir erstmal gute 45 Minuten ins Industriegebiet von Cairns zur Campervermietung laufen und als wir dort angekommen waren bekamen wir den Camper ''Murgatroyd'' zugewiesen. Erstmal sind wir einkaufen gegangen um uns für die Woche genügend Proviant mitzunehmen. Auch wenn das meiste aus Energy Drinks und Doritos bestand haben wir auch Kängerufleisch und Burger mitgenommen. Als erstes sind wir nach Kuranda gefahren, ein Dorf, dass im Stile eines Aborigine Dorfes aufgemacht war. Leider waren wir erst nach vier Uhr dort, was zur Folge hatte, dass ausnahmslos jeder Laden in dem Dorf geschlossen hatte. Die Tourveranstalter karren die Touristen nur in einem Zeitfenster von 10 bis 4 in das Dorf, sodass Kuranda ab 4 zu einem regelrechten Geisterdorf wird. Die einzigen Menschen, die wir gesehen haben, waren ein paar obdachlose Aborigines, die sich am ''Marktplatz'' ihre Zeit vertrieben haben. Also sind wir zügig weitergefahren, weil es in Kuranda einfach nichts zu sehen gab, mit all den geschlossenen Geschäften. Bis zum Abend wollten wir eigentlich in Port Douglas sein, um am nächsten Tag direkt früh morgens die Fähre zur Cape Tribulation Route zu nehmen. Da es aber schon spät geworden war und der Highway nach Port Douglas äußerst sehenswert ist, korrigierten wir unser Ziel nach unten und schauten uns nur noch ein paar Strände in der Nähe an wo wir dann auch schlafen wollten ( Bilder von den Stränden gibt es in der Gallerie). Nach einiger Zeit hatten wir einen guten Schlafplatz gefunden, wo auch schon mehrere Camper standen und wir entschieden uns dafür dort direkt am Strand die Nacht zu verbringen, auch wenn das ''Wildcampen'' auf diesem Parkplatz verboten war. Der Parkplatz füllte sich, aber die meisten Leute waren nur zum fischen oder des Strandes wegen dort, nicht zum schlafen. Manch andere Besucher, zu meist Rentner, trafen sich am Parkplatz um erstmal gepflegt einen oder mehrere Joints in ihren Autos zu rauchen, was bei manchen heftige Hustenanfälle zur Folge hatte. :) Nach einiger Zeit, nachdem wir uns es schon gemütlich gemacht hatten, kam ein Rentner in Unterhose zu uns und riet uns eher nicht auf diesem Parkplatz zu schlafen, weil das City Council schonmal an diesem Parkplatz kontrollierte, was eine Verwarnung und eine 500 $ Strafe zur Folge haben würde. Er selbst wurde schon einmal an diesem Parkplatz erwischt, aber er behauptete einen Parkplatz zu kennen, der absolut sicher sei. Wir überlegten kurz, entschlossen uns aber dann dem Rat zu folgen und den anderen Parkplatz als Schlafplatz zu benutzen. Auf dem Weg zu dem anderen Parkplatz, welcher weiter nördlich gelegen war (Karte), bekamen wir unser erstes Buschfeuer zu Gesicht (Gallerie), welches wohl durch den Staat gelegt war, um das Risiko für ein unkontrolliertes Buschfeuer zu senken. Als wir in sicherer Entfernung angehalten haben um es zu begutachten, sah es jedoch alles andere als gewollt aus. Doch Peter, der alte Mann in Unterwäsche versicherte uns, dass es öfter vorkomme, dass die Behörden Feuer an diesen Stellen legten. Am Schlafplatz/Parkplatz angekommen, trafen wir zum ersten Mal Einsiedler Bob, der während unserer Tour noch öfter eine Rolle spielen wird. Bob sah aus wie eine Mischung aus Gandalf und einem Obdachlosen und hatte einen Hund dabei, der genauso wie er aussah, ungepflegt und ungewaschen, aber doch irgendwie ganz nett. Day 2 Am zweiten Tag sind wir früh aufgestanden um möglichst schnell zur Fähre zu kommen und möglichst viel vom Regenwald zu sehen. Um 11 haben wir mit der Fähre übergesetzt und der Dschungel fing an. Erstmal ging es in Serpentinen den Berg hoch, jedoch konnte man schon erkennen, dass das Klima und die Vegetation sich zunehmend veränderte und immer dichter und ''grüner'' wurde. Als erstes hielten wir an einem ''scenic Lookout'' von dem aus man das umliegende Land wunderbar sehen konnte (Gallerie). Danach haben wir eine kleine Wanderung zu einer Plattform gemacht, die ins Dickicht des Regenwaldes hineingeführt hat. Der Regenwald hatte sehr hohe Bäume mit seltsam aussehenden Wurzeln, und alles war sehr grün. Jedes Gewächs hatte seinen eigenen Grünton und von den Bäumen hingen auch Schlingpflanzen und teilweise Lianen. Obwohl wir nur 70 km von Cairns entfernt waren, war das Klima ein komplett anderes. Es war zwar auch warm, jedoch sobald man unter die Bäume trat wurde es schon bedeutend kühler, bei einer Luftfeuchtigkeit, die den 100 % verdächtig nahe kam. Es war bewölkt, trotzdem warm an den Stränden, die wir auf unserem Weg nach Cape Tribulation angefahren haben. Die Strände waren schon eher so, wie man sich Strände in Australien vorstellt. Eine Bucht, beziehungsweise Strand, hätte auch genauso gut der Drehort für Fluch der Karribik sein können. Dort haben wir auch unser erstes richtiges Dschungeltier gesehen, einen Leguan (Gallerie). Je später es wurde und je weiter nördlich wir kamen desto weniger Gruppen begegneten wir und desto menschenleerer wurde die Strecke, die wir zurücklegten. Wir sind bis zum nördlkichsten Punkt gefahren, den man erreichen kann ohne ein Auto mit Allradantrieb zu fahren. Von dort wollten wir dann unsere Rückreise antreten, damit wir nicht im Dunkeln nach einem Schlafplatz ausschau halten mussten. Auf der Rückfahrt hielten wir noch an der zweiten Schwimmstelle an und sind ein bisschen weiter in den Regenwald reingelaufen, wo wir dann auch prompt auf unsere erste Riesenspinne gestoßen sind. Gegen abend setzten wir dann wieder mit der Fähre über und entschieden uns für unseren alten Schlafplatz beim Bob, da wir so nicht lange suchen mussten und es sicher war. Day 3 Als wir morgens alles zusammen gepackt hatten und den Motor starten wollten, passierte einfach mal nichts außer dass eine unserer Batterien ein lautes klicken von sich gab. Wir baten zwei Hamburger, die auch auf dem Parkplatz geschlafen hatten uns mit einem Überbrückungskabel Starthilfe zu geben, doch es tat sich immer noch nichts. Wir hatten uns schon damit abgefunden den ADAC zu kontaktieren, doch dann kam unser Retter Bob. Mit dem Joint im Mund erklärte er uns, dass man die andere Batterie laden müsste, die versteckt im Motor war. Also legte er das Überbrückungskabel auf die andere Batterie um und der Motor lief wieder. An diesem Tag wollten wir eigentlich viele working hostels abfahren und nach Arbeit fragen und so weit wie möglich kommen. Also sind wir die working hostels in Mareeba und Atherton abgefahren, bis runter nach Tully, doch überall das gleiche: im Moment gibt es keine Jobs, doch kann sich das täglich ändern weshalb man öfter bei den Hostels anrufen sollte. Auf unserem Weg runter nach Innisfail kamen wir an einigen Wasserfällen vorbei, die wir eigentlich nicht vorhatten anzugucken, weil man dafür wieder einige Kilometer vom Weg abkam. Wir beschlossen trotzdem zu einem Wasserfall hinzufahren, der uns dann so beeindruckte, dass wir auch noch die restlichen anfuhren (Gallerie). Am dritten Wasserfall sind wir dann auch schwimmen gegangen. Da es schon relativ spät war, kamen auch keine Touristengruppen oder generell Touristen vorbei um sich die Wasserfälle anzugucken. Der Weg zu den Wasserfällen hätte auch eine Straße in Bayern sein können. Es ging immer hoch und runter und rechts und links entlang der Straße waren Weideplätze für Vieh oder Bauernhöfe. Wenn man sich jedoch den Wasserfällen näherte, kam man an einen kleinen Wald, der der komplette Gegensatz von der restlichen Umgebung war. Auf einmal war die Luftfeuchtigkeit eine andere und es sah aus wie im tiefsten Dschungel obwohl man nur wenige Meter von der Straße und den Bauernhöfen entfernt war. Nachdem wir die drei Wasserfälle angefahren hatten, fuhren wir weiter und wollten so weit wie möglich noch an diesem Abend kommen. Wir suchten uns einen Parkplatz in der Nähe von Tully aus, auf dem schon andere Campervans standen, wo das Campen auch erlaubt war. Day 4 Unser letzter voller Tag mit dem Camper war angebrochen und wir wollten alle working hostels bis Cairns abfahren und dann irgendwo da in der Nähe schlafen um dann am nächsten Tag mehr Zeit zu haben den Wagen sauber zu machen und abzugeben. Wir lagen relativ gut in der Zeit jedoch gestaltete sich das Abfahren der Hostels schwieriger als erwartet. in Cardwell waren zwei working hostels eingezeichnet. Bei dem einen war das Dach nicht mehr existent und das Hostel hatte demnach zugemacht und beim anderen war der Zustand unmerklich besser, nur das dieses Hostel noch geöffnet war. So traten wir unsere Heimreise Richtung Cairns an und fuhren auf dem Weg noch zu ein paar Hostels, bei denen die Rezeption aber meistens geschlossen hatte, da es Samstag war. Wir schrieben uns von den Hostels die Telefonnummern auf um dort anzurufen wenn wir wieder in Cairns angekommen warren. Die Schlafplatzsuche gestaltete sich schwerer als gedacht in der Nähe von Cairns, was dazu führte, dass wir wieder beim Bob und ''seinem'' Parkplatz unsere letzte Nacht verbrachten. Angekommen suchten wir Feuerholz und machten ein Lagerfeuer, dass für ungefähr drei Stunden gut gebrannt hat. Day 5 Nachdem wir den Camper gesäubert und abgegeben hatten, machten wir uns auf Hostelsuche und landetetn schließlich im Global Waterfront, was ungefähr 50 m von unserem alten Hostel entfernt ist. Als erstes wurden wir in ein Zimmer gelegt von dem uns eine Bewohnerin sagte, dass es ein Zimmer für Bedienstete sei, die so umsonst im Hostel wohnen dürfen. Genauso sah das Zimmer aber auch aus. Wir dachten schon, dass wir extremes Pech mit dem zimmer gehabt hätten, doch als wir an der Rezeption vorbeikamen, bemerkte die Rezeptionistin ihren Fehler und gab uns ein neues Zimmer über das man sich nicht beklagen kann. Unser Mitbewohner ist ein Englander aus Leicester, der ziemlich bankrott in Australien ist und nach eigenen Angaben mehrere Wochen als Obdachloser in Cairns gelebt hat. Bei unserem Hostel bekommt man Coupons für ein Abendessen für das man anstatt von 12 nur 5 $ bezahlt. Wir machen uns jetzt verstärkt an die Jobsuche, weil uns diese geile Woche auch ziemlich viel Geld gekostet hat. Wir hoffen euch hat diese ausführliche Berichterstattung nicht gelangweilt und ihr schaut euch auch fleißig die Bilder unseres Trips an. der nächste Bericht wir in 2-3 Wochen folgen. :) ... link (7 Kommentare) ... comment ... older stories
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Letzte Aktualisierung: 2012.04.18, 21:47 status
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