Weezy Downunder
Sonntag, 6. November 2011
Aufbruch nach Innisfail
Nach unserem Trip in den Dschungel hatten wir vor unsere Jobsuche zu intensivieren, denn der Trip war nicht gerade billig und langsam aber sicher brauchten wir eine Arbeit damit unsere Zeit in Australien nicht unfreiweillig um einiges kürzer wird als geplant.
Unser Lebenslauf lag beim Hostel, die uns versuchen würden einen Job zu finden. Nach einer Woche Lagune in Cairns, kam der Hostelmanager auf uns zu und sagte er hätte einen Job für uns. Eins der working hostels bräuchte sehr kurzfristg zwei Leute für eine Bananenfarm. Es wäre zwar die ersten paar Wochen nur 2-3 Tage die Woche aber danach wäre es dann eine Vollzeitbeschäftigung. Wir brachen einige Stunden später nach Innisfail auf, da der nächste Tag schon unser erster Arbeitstag sein sollte. Der Jobvermittler vom Hostel Steele holte uns bei der Bushaltestelle ab und zeigte uns ein bisschen Innisfail. Innisfail ist ein kleines beschauliches Örtchen mit ungefähr 8000 Einwohnern und knapp 5 working hostels, die alle vollgepackt mit jungen Backpackern auf der Suche nach Arbeit sind. Wenn man durch Innisfail läuft, sind eigentlich die einzigen Leute, die man auf den Straßen sieht Backpacker.

Arbeit im Bananenbusiness

Im Crown(Hostel) bekamen wir ein Dreibettzimmer zugeteilt, welches jedoch nur von uns beiden genutzt wird. Am nächsten Morgen würden wir um 6.30 anfangen, also würde Steele uns um 6.00 h abholen und uns zur Plantage fahren. Der Weg zur Farm jeden Morgen dauert ungefähr 20 Minuten. Steele stellte uns Atwal, unserem Chef, einem Inder vor und sogleich mussten wir uns auf den Traktor stellen um in die Bananenfelder reinzufahren. Der Chef und sein Sohn zeigten uns wie das Sprayen mit den Pestiziden geht und dann ging auch schon die Arbeit los. Wir mussten jeden der 70.000 Bäume auf unserer Farm mit Insektengift besprühen, was ungefähr 6-7 Arbeitstage in Anspruch nahm und danach die Farm des Nachbarn Alan sprayen, welche aber nur 25.000 Bäume hatte. Im Endeffekt waren wir direkt Vollzeitbedschäftigt von Montags bis freitags von 6.30 bis 16.00 h. An einem Farmtag hat man zwei Pausen. Einmal Smokers und einmal Lunch. Smokers ist so um 9.30 und Lunch so um 12.30. Beide Pausen dauern unghefähr 30 Minuten. Die Vollbeschäftigung war uns nur Recht, da wir unser Geld so schnell wie möglich zusammen haben wollen, obwohl das Sprayen schon ein ziemlicher Scheißjob ist. Nach dem Sprayen bekamen wir dann endlich andere Tätigkeiten zutun, die nicht so undankbar waren und die Arbeit generell erträglicher werden ließen.
Jetzt wo die Ernte angefangen hat, arbeitet Julian im Shed, also da wo die Bananen von der Staude getrennt, gewaschen, sortiert, und verpackt werden und ich trenn die Staude mit einer Machete vom Baum und leg sie auf den großen Anhänger, der vom Traktor gezogen wird.
Nach einiger Zeit ist uns aufgefallen, dass unser 60 jähriger vollbärtiger Chef aussieht wie die indische Version von Papa Schlumpf. Ich hoffe demnächst schaffen wir es mal ein Bild von ihm hochzuladen und ihr werdet sehen: die Ähnlichkeit ist verblüffend. :)

Crown Backpacker Hostel

Wir leben in der in der ersten Etage vom Crown, oberhalb des Crown Pubs, welcher am Wochenende meistens gut gefüllt ist. Jeden Tag gibt es im Pub unten etwas anderes: wie z.B. Billiard oder Pokertuniere. Am Mittwoch jedoch gibt es den wundervollen Karaokeabend, der sehr laut bis zu uns oben ins Zimmer dringt. Aus Mangel an Leuten, die Karaoke singen wollen übernimmt die Leiterin des Karaokeabends das Mikro, aber nur weil sie das leitet heißt das noch nicht, dass sie überhaupt irgendwie singen kann. Sie ist um Welten schlechter als der schlechteste Besucher des Pubs, der sich an Karaoke versucht. Und jede Woche Mittwoch bekommen wir die volle Dröhnung ab.
Die Australier, die schon länger hier im Hostel leben, und in der Regel nicht arbeiten gehen sind alle abgestürzt. Manche mehr als andere. Es gibt einmal Josh, den Forrest Gump vom Crown, der schon fast zwei Jahre im Crown lebt und auch seit zwei Jahren nicht arbeiten geht. Er wird von vielen Forrest genannt, weil er etwas dümmlich ist und viele Sachen übernimmt. Seitdem wir öfter Kappies tragen hier im Hostel sieht man John auch nur noch mit Mütze rumlaufen.
Dann gibt es Dominic. Dom sieht aus wie ein typischer Drogenabhängiger und benimmt sich auch teilweise so. Trinkt viel, raucht viel, kifft viel und denkt manchmal er wäre Brad Pitt, wenn er mal wieder auf einem Trip ist.
Der letzte im Bunde ist Aron. Er lebt hier schon mehrere Monate und denkt ihm würde das Hostel hier gehören, so wie er uns öfter hier maßregeln versucht. Die erste Zeit war er noch relativ erträglich doch Zeit zu Zeit wurde es schlimmer. Er beschuldigte uns des öfteren unsere Sachen nicht ordnungsgemäß abzuspülen und das Hostel zu verwüsten, was natürlich in keinster Weise der Fall ist. An diesem Wochenende gab es einen größere Auseinandersetzung mit ihm, über die wir aber im nächsten Bericht ausführlich schreiben werden. Wir sind im Moment ein bisschen hinterher, deswegen wird der nächste Blog auch schon nächste Woche oder übernächste erscheinen. Dann wird auch die Frage geklärt werden warum wir Deutschen beide Weltkriege verloren haben nach Ansicht von Aron...Also bis in 2 Wochen.

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;D
jetzt siehst du mal wie das ist wenn man die ganze zeit musik mithörn muss wenn man seine ruhe haben will :)
und das mit dem weltkrieg hab ich auf fb auch nicht verstanden... also bitte eine ausführliche erklärung :)
und danke für die Geburtstags karte :D

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Ihr seid ja richtige Malocher! Respekt! Das Hotel scheint ein richtiges Highlight zu sein, ein Skurrilitätenkabinett. Gut und unterhaltsam gebloggt.

Dir lieber Julian, auch von uns nachträglich die herzlichsten Glückwünsche zum Geburtstag!

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Letzte Aktualisierung: 2012.04.18, 21:47
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