| Weezy Downunder |
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Mittwoch, 8. Februar 2012
Von London nach Moskau
weezy, 22:24h
Nach Weihnachten wollten wir eigentlich in den Norden fahren um uns einen Nationalpark anzugucken, woraus leider mal wieder nichts wurde, weil unser Van mal wieder Kühlwasser verlor. So waren wir bis nach Silvester, wenn sich ein Mechaniker mit dem Problem befassen konnte, an die Region um Perth gebunden. Also verbrachten wie die letzten Tage des Jahres am Strand und bewegten unser Auto nur, um damit Silvester nach Perth zu fahren.
Unser Silvester war relativ kurz, denn nach dem nichtvorhandenen Feuerwerk, auf das wir mit vielen anderen Backpackern gewartet hatten, machten viele Clubs schon dicht und den Clubs, die noch geöffnet waren gefiel unser Schuhwerk nicht. Nachdem unser Auto wieder auf der Höhe war haben wir uns direkt auf den Weg gemacht bevor unser Auto kaputt gehen konnte. Noch am selben Tag kamen wir am südwestlichsten Punkt Australiens an. In der Stadt Albany, die dort in der Nähe war, blieben wir ein paar Tage und machten uns danach auf den Weg nach Esperance. Doch hatten wir uns wieder einmal zu früh gefreut. Optimus, unser Van, hatte andere Pläne für uns. Mitten im Nirgendwo, mit 60 km zum nächsten Dorf erlitten wir BREACKDOWN IV. Wenn man sich den Motor angucken wollte ist Kühlwasser in alle möglichen Richtungen gespritzt. Ohne Handyempfang hatten wir uns schon darauf eingestellt de Nacht am Straßenrand zu verbringen um am Morgen per Anhalter ins nächste Dorf zum Mechaniker zu fahren. Kurz vor einbruch der Dunkelheit kam doch noch ein Farmer vorbei, der uns kurzerhand auf seine Farm abgeschleppt hat. Er hatte sogar noch Wohnungen, die früher von Arbeitern bewohnt wurden und erlaubte uns dort die Nacht zu verbringen. Als wir uns jedoch die Wohnung angeschaut hatten zogen wir es lieber vor im Optimus zu schlafen. Alle Tiere, außer den Schaafen, die es auf der Farm gab, lebten auch in den Wohnungen. Das Foto mit den zwei Spinnen (siehe Bilder) ist aus einer der Wohnungen. Die Küche sah aus, als ob man erst kürzlich ein Schaaf darin geschlachtet hätte. Jedenfalls hatten wir mal wieder Strom und konnten unsere Sachen mal wieder aufladen. Auf der Farm lebte ein Mechaniker, der sich aber erst am Montag um Optimus kümmern konnte. So mussten wir das Wochenende über auf der Farm im absolutem Nirgendwo bleiben. Michael, der Farmer, hatten für die Tage bis unser Auto repariert war ein Job für uns. Wir sollten alte rostige Zäune aufrollen, sodass Platz für Neue war. Wir waren dankbar für das bisschen Geld und den Zeitvertreib.Am Anfang war uns der Farmer sehr sympatisch doch mit zunehmender Zeit änderte sich dies auch. Nach dem wir dann eine Woche auf der Farm gelebt und gearbeitet haben machten wir uns auf den Weg nach Esperance. In Esperance verbrachten wir einige Tage um uns für die Strecke nach Adelaide (2200km Outback, Entfernung von London nach Moskau) vorzubereiten. Wir haben exzessiv eingekauft und getankt und machten uns früh morgens auf den Weg. Die Karre lief am ersten Tag außergewöhnlich gut, dennoch haben wir uns auf einem Rastplatz über Nacht Mäuse eingefangen, die sich über unser Essen hermachten. Uns war es natürlich nicht vergönnt die Strecke in einem Stück durchzufahren. An einer Tankstelle, der einzigen für die nächsten 100 km, bemerkten wir, dass wir eine Menge Kühlwasser verloren. Wir hatten einen daumengroßes Loch in einem unserer Kühlschläuche. Bis zum heutigen Tage haben wir keine Erklärung wie das Loch dort hin kam, aber eine Verbindung zu den Mäusen schließen wir nicht aus. Nach dem wir zwei Tage,die Zeit in der wir auf einen Ersatzschlauch gewartet haben, an der Tankstelle in Nanduroop verbracht haben machten wir uns wieder auf den Weg und dann kam die längste Geradeausstrecke der Welt. Für 148km ging es wirklich nur geradeaus. Wir kamen ohne weitere Zwischenfälle wohlbehalten in der Hauptstadt von Southern Australia,Adelaide, am Australian Day an. Der nächste Bericht wird so in zwei Wochen folgen, wenn wir hoffentlich einen Job haben und danach endlich das Reisen anfangen können. Grüße an das eisige Deutschland... ... comment
blogger 99,
Mittwoch, 8. Februar 2012, 22:29
Das war bestimmt ein harter Schlag aber wenigstens warst du am Australia-Day in Australien
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toniii,
Donnerstag, 9. Februar 2012, 05:10
:(
die spinnen sind ja voll ekelig :O hoffentlich wird das mit dem kühlwasser besser .... vielglück bis dann deine lieblings schwester ;)
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anka66,
Sonntag, 19. Februar 2012, 05:53
Überlebt?
Seid Ihr jeck? Mit einem ständig lecken Auto durchs Outback? Ich mache mir ehrlich gesagt Sorgen. Noch sind es keine zwei Wochen her, dass die letzte Nachricht kam, also heißt es wohl Geduld haben...
Ansonsten: Der Blog bereitet mir großes Vergnügen. Die Berichte sind so, dass man richtig ein bisschen dabei sein kann, die Fotos sind großartig und die Art, wie du schreibst, ist einfach - nett (-: Bis bald hoffentlich!!! ... link ... comment |
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Letzte Aktualisierung: 2012.04.18, 21:47 status
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